26. Andere Rückstellungen
26.1 Steuern |
26.2 Umweltschutz |
26.3 Restrukturierungen |
26.4 Kunden- und Lieferantenverkehr |
26.5 Rechtsstreitigkeiten |
26.6 Personal |
26.7 Sonstige |
Die einzelnen Rückstellungskategorien haben sich im Geschäftsjahr 2009 wie folgt entwickelt:
| Entwicklung Andere Rückstellungen | [Tabelle 4.77] | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Steuern | Umwelt- schutz | Restruk- turierung | Kunden- und Liefe- ranten- verkehr | Rechts- streitig- keiten | Personal | Sonstige | Summe | |
| in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | |
| 31.12.2008 | 736 | 298 | 175 | 806 | 341 | 1.689 | 469 | 4.514 |
| Konzernkreis- änderungen | -4 | - | - | - | - | -1 | 25 | 20 |
| Zuführung | 833 | 37 | 130 | 530 | 346 | 1.176 | 328 | 3.380 |
| Inanspruchnahme | -653 | -45 | -89 | -462 | -260 | -1.187 | -315 | -3.011 |
| Auflösung | -137 | -16 | -16 | -47 | -19 | -78 | -120 | -433 |
| Aufzinsung | 3 | 4 | 1 | - | 2 | 47 | 1 | 58 |
| Währungs- änderungen | 34 | 7 | 2 | 2 | 29 | - | 3 | 77 |
| 31.12.2009 | 812 | 285 | 203 | 829 | 439 | 1.646 | 391 | 4.605 |
Die erwarteten Mittelabflüsse für die im Geschäftsjahr 2009 bilanzierten Rückstellungen sind wie folgt:
| Erwartete Mittelabflüsse Andere Rückstellungen | [Tabelle 4.78] | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Steuern | Umwelt-schutz | Restruk-turierung | Kunden- und Liefe-ranten-verkehr | Rechts-streitig-keiten | Personal | Sonstige | Summe | |
| in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | |
| 2010 | 554 | 46 | 113 | 829 | 194 | 1.089 | 266 | 3.091 |
| 2011 | 116 | 28 | 55 | - | 114 | 112 | 34 | 459 |
| 2012 | 9 | 35 | 18 | - | 9 | 68 | 3 | 142 |
| 2013 | 13 | 11 | 4 | - | - | 44 | 1 | 73 |
| 2014 | 2 | 4 | 3 | - | 1 | 48 | 19 | 77 |
| 2015 und später | 118 | 161 | 10 | - | 121 | 285 | 68 | 763 |
| Gesamt | 812 | 285 | 203 | 829 | 439 | 1.646 | 391 | 4.605 |
Den Rückstellungen stehen Erstattungsansprüche in Höhe von 135 MIO € (Vorjahr: 69 MIO €) gegenüber, die als Forderung aktiviert wurden. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf Erstattungsansprüche aus Produkthaftung sowie auf Umweltschutzmaßnahmen.
26.1 Steuern
Die Rückstellungen für Steuern umfassen Rückstellungen für Ertragsteuern in Höhe von 686 MIO € (Vorjahr: 676 MIO €) sowie Rückstellungen für sonstige Steuerarten in Höhe von 126 MIO € (Vorjahr: 60 MIO €).
Weitere Ertragsteuerverpflichtungen gemäß IAS 12 bestehen zum Ende des Berichtsjahres in Höhe der bilanzierten Ertragsteuerverbindlichkeiten von 93 MIO € (Vorjahr: 65 MIO €).
26.2 Umweltschutz
Die Rückstellungen für Umweltschutz betreffen im Wesentlichen die Sanierung von kontaminierten Standorten, die Nachrüstung von Deponien sowie Rekultivierungs- und Wasserschutzmaßnahmen.
26.3 Restrukturierungen
Von den Rückstellungen für Restrukturierungen entfielen 166 MIO € (Vorjahr: 139 MIO €) auf Abfindungen und 37 MIO € (Vorjahr: 36 MIO €) auf sonstige Kosten, die sich im Wesentlichen aus Abrisskosten sowie sonstigen mit der Aufgabe von Produktionseinrichtungen verbundenen Kosten zusammensetzen.
Die wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen im Jahr 2009 entfallen auf vier große Projekte.
Im Pharma Segment des Teilkonzerns HealthCare wurden in 2009 die Restrukturierungsmaßnahmen fortgeführt, die nach der Akquisition der Schering AG 2006 gestartet wurden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, im Rahmen des Integrationsprozesses die Pharma-Aktivitäten des Bayer-Konzerns zu konsolidieren und die Wettbewerbsfähigkeit des gemeinsamen Unternehmens zu verbessern. Hierzu werden die kommerziellen und administrativen Strukturen sowie die Forschungs- und Entwicklungsprozesse weltweit überprüft und angepasst. So wurden z. B. die Vertriebsaußendienstaktivitäten in den Ländern weiter zusammengeführt, das operative Modell der Marketingorganisation optimiert und Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter konzentriert. Des Weiteren wurden die Produkte des hämatologischen Onkologieportfolios auf die Firma Genzyme Corp., USA, übertragen. Durch die genannten strukturellen Veränderungen ergaben sich in 2009 saldiert Aufwendungen in Höhe von insgesamt 87 MIO €. Hiervon entfielen 85 MIO € auf Abfindungen, 8 MIO € auf außerplanmäßige Abschreibungen und 108 MIO € auf sonstige Restrukturierungsaufwendungen, denen ein Gewinn aus der Veräußerung des hämatologischen Onkologieportfolios von 114 MIO € gegenüberstand. Für die genannten und weitere Maßnahmen bestehen zum 31. Dezember 2009 Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 67 MIO €.
In der Division Animal Health des Teilkonzerns HealthCare führte die Entscheidung zur Schließung einer Produktionsanlage in Brasilien zu Restrukturierungskosten in Höhe von 47 MIO €. Davon entfielen 12 MIO € auf außerplanmäßige Abschreibungen und 35 MIO € auf sonstige Restrukturierungskosten. Die Höhe der Rückstellungen für diese Maßnahme betrug zum 31. Dezember 2009 16 MIO €.
Im Laufe des Jahres 2009 wurde im Teilkonzern CropScience das im August 2006 beschlossene Restrukturierungsprogramm (Projektname NEW) zur nachhaltigen Steigerung der Effizienz wie geplant weitergeführt und planmäßig zum Abschluss gebracht. Wesentliche Einzelmaßnahmen fanden in Frankreich, in den USA und in Großbritannien statt. In Frankreich wurde die Verschmelzung der französischen Gesellschaften vorangetrieben und so die Voraussetzung für optimierte Kostenstrukturen sowie für Effizienzsteigerungen im Verwaltungsbereich geschaffen. In den USA und in Großbritannien wurde die Zusammenlegung von Produktionsstätten wie geplant abgeschlossen. Die Gesamtaufwendungen für die Restrukturierungsmaßnahmen betrugen im Berichtsjahr 124 MIO €. Davon entfielen 18 MIO € auf Abfindungen, 5 MIO € auf außerplanmäßige Abschreibungen und 101 MIO € auf sonstige Restrukturierungskosten. Die Restrukturierungsrückstellungen betragen zum 31. Dezember 2009 65 MIO €.
Das im Herbst 2007 begonnene Restrukturierungsprogramm (Projektname RIVER) zur Optimierung der Kostenstrukturen und nachhaltigen Steigerung der Effizienz des Teilkonzerns MaterialScience wurde im Jahr 2009 wie geplant fortgeführt und umgesetzt. Wesentliche Einzelmaßnahmen fanden in Nordamerika und Europa statt. In Nordamerika wurden neben einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen wesentliche Effizienzsteigerungen in den USA am Standort Pittsburgh in den Verwaltungsaktivitäten realisiert. Zusätzliche Maßnahmen beinhalteten den Abbau der Kapazitäten für Resins am Produktionsstandort in New Martinsville und den Abbau der Elektrolyse in Baytown. In Deutschland waren vor allem die Standorte Leverkusen und Krefeld von Maßnahmen zur Optimierung von Abläufen in der Verwaltung bzw. von einem neuen Standortkonzept betroffen. Die gesamten Restrukturierungsaufwendungen für das Projekt river betrugen im Berichtsjahr 130 MIO €. Davon entfielen 53 MIO € auf Abfindungen, 35 MIO € auf außerplanmäßige Abschreibungen und 42 MIO € auf sonstige Restrukturierungsaufwendungen. Die Restrukturierungsrückstellungen betragen zum 31. Dezember 2009 41 MIO €.
26.4 Kunden- und Lieferantenverkehr
Die Rückstellungen für Kunden- und Lieferantenverkehr umfassen Rückstellungen für Rabatte, Skonti und andere Verkaufspreisanpassungen, Produktrücknahmen, ausstehende Eingangsrechnungen sowie drohende Verluste bzw. belastende Verträge.
26.5 Rechtsstreitigkeiten
Die aus heutiger Sicht wesentlichen Rechtsrisiken werden in Anhangsangabe [32] dargestellt.
26.6 Personal
Mit den Personalrückstellungen wird bilanzielle Vorsorge vor allem für variable und individuelle Einmalzahlungen, Überschüsse auf Langzeitkonten, Zahlungen aufgrund von Mitarbeiterjubiläen sowie sonstige Personalkosten getroffen. Ferner sind hier die Verpflichtungen aus aktienbasierter Entlohnung ausgewiesen.
Die Aktienprogramme des Bayer-Konzerns können in Einzel- und Kollektivzusagen unterteilt werden. Einzelzusagen im Rahmen der aktienbasierten Entlohnung eröffnen dem Unternehmen die Möglichkeit, Vergütungsbestandteile an den Aktienkurs oder an dessen zukünftige Wertentwicklung zu knüpfen. Die Zusage kann dabei vom Erreichen der vereinbarten Ziele oder ausschließlich von der Dienstzeit abhängig sein. Die Kollektivzusagen sind nach Mitarbeitergruppen differenziert. Für Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der oberen Führungsebene wurde in den Jahren 2001 bis 2004 ein Programm aufgelegt, welches in Grundzügen einem Aktien-Optionsprogramm mit variablen aktienbasierten Ausschüttungen entspricht. Für dieses Programm ist ein Barausgleich vorgesehen. Für das mittlere Management wurde ein Aktien-Incentiveprogramm, für die weiteren Mitarbeitergruppen ein Aktien-Beteiligungsprogramm begeben. Seit dem Jahr 2005 besteht für das obere und mittlere Management das Programm „Aspire“ mit zwei unterschiedlichen auf den folgenden Seiten erläuterten Ausprägungen. Für das übrige Management sowie die Tarifmitarbeiter wird seit 2005 ein jährliches Aktien-Beteiligungsprogramm angeboten, bei welchem Bayer einen Zuschuss für ein Eigeninvestment in Aktien gewährt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde dieses Programm unter dem Namen „BayShare“ erstmals auch den Mitarbeitern im oberen und mittleren Management angeboten, die bereits zur Teilnahme an Aspire berechtigt sind.
Grundsätzlich werden – wie für Vergütungssysteme mit Barausgleich gemäß IFRS 2 vorgesehen – alle Verpflichtungen, die aus den aktienbasierten Programmen hervorgehen, durch Rückstellungen berücksichtigt, deren Höhe zum Bilanzstichtag dem beizulegenden Zeitwert der jeweils erdienten Anteile der jeweiligen Zusagen an die Mitarbeitergruppen entspricht. Für alle bestehenden aktienbasierten Entlohnungssysteme werden daraus resultierende Rückstellungsveränderungen aufwandswirksam erfasst.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der für die jeweiligen Programme gebildeten Rückstellungen:
| Entwicklung Rückstellungen für aktienbasierte Programme | [Tabelle 4.79] | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
Aktien-Options-programm | Aktien-Incentive-programm | Aktien- Beteili-gungs-programm | Aspire I | Aspire II | Summe | |
| in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | |
| 31.12.2008 | 2 | 2 | 9 | 41 | 33 | 87 |
| Zuführung | - | 2 | 8 | 46 | 56 | 112 |
| Inanspruchnahme | -2 | - | -2 | -25 | -21 | -50 |
| Auflösung | - | - | - | -2 | -7 | -9 |
| Währungsänderungen | - | - | - | -1 | -1 | -2 |
| 31.12.2009 | 0 | 4 | 15 | 59 | 60 | 138 |
Auf Basis individueller Zusagen bestanden zum Jahresende 2009 Rückstellungen in Höhe von 12 MIO € (Vorjahr: 10 MIO €). Der Gesamtperiodenaufwand für alle aktienbasierten Vergütungsprogramme betrug 124 MIO € (Vorjahr: 28 MIO €).
Die Höhe des beizulegenden Zeitwerts der Verpflichtungen aus den aktienbasierten Programmen bzw. Einzelplänen wurde auf der Grundlage einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt, die auf folgenden wesentlichen Parametern basierte:
| Parameter Monte-Carlo-Simulation | [Tabelle 4.80] | |
|---|---|---|
| 2008 | 2009 | |
| Dividendenrendite | 3,80 % | 2,49 % |
| Risikoloser Zinssatz | 1,93 % | 1,57 % |
| Volatilität Bayer-Aktie | 31,56 % | 34,93 % |
| Volatilität EURO STOXX 50 | 25,72 % | 29,46 % |
| Korrelation zwischen dem Bayer-Aktienkurs und dem EURO STOCK 50 | 0,68 | 0,68 |
Langfristiges Vergütungsprogramm für Mitglieder des Vorstands sowie für die obere Führungsebene (Aspire I)
Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der oberen Führungsebene sind zur Teilnahme an Aspire I berechtigt, soweit sie nach vorgegebenen Richtlinien eine individuell festgelegte Anzahl an Bayer-Aktien erwerben und dieses Eigeninvestment über die Programmlaufzeit halten. Bemessungsbasis für Aspire I ist ein individueller, positionsabhängiger Prozentwert vom jährlichen Grundgehalt (Aspire-Zielbetrag). In Abhängigkeit von der absoluten Kursentwicklung der Bayer-Aktie sowie von der relativen Performance im Vergleich zum Aktienindex DOW Jones EURO STOXX 50, jeweils bezogen auf eine dreijährige Performance-Periode, wird nach Ablauf des Programms an die Teilnehmer ein Betrag von maximal 200 % des Aspire-Zielbetrags ausgezahlt.
Langfristiges Vergütungsprogramm für das mittlere Management (Aspire II)
Für die übrigen Führungskräfte und für das mittlere Management wird Aspire II angeboten. Es entspricht in seinen Grundzügen Aspire I. Im Gegensatz zu diesem ist ein Eigeninvestment in Bayer-Aktien allerdings nicht erforderlich. Zudem wird die Performance ausschließlich an der absoluten Kursentwicklung der Bayer-Aktie gemessen. Der maximal erreichbare Ertrag ist auf 150 % des Aspire-Zielbetrags begrenzt.
BayShare 2009
Im Rahmen von BayShare 2009 (Vorjahr: Aktien-Beteiligungsprogramm 2008) gewährte Bayer den zur Teilnahme berechtigten Mitarbeitern einen Zuschuss zu einem Eigeninvestment in Bayer-Aktien. Die Höhe des Zuschusses, der jährlich neu festgelegt wird, belief sich auf 20 % (Vorjahr: 15 %) des Zeichnungsbetrags. Im Unterschied zum bis 2008 angebotenen Aktien-Beteiligungsprogramm gaben die Mitarbeiter anstatt einer bestimmten Stückzahl an Aktien einen festen Betrag an, für den sie Aktien zeichnen wollten. Je nach Position des Mitarbeiters war der Gesamtbetrag für den Aktienerwerb auf 2.500 € (Vorjahr: 5.000 €) bzw. 5.000 € (Vorjahr: 10.000 €) begrenzt. Die erworbenen Aktien werden in gesonderten Depots verwahrt und unterliegen einer Veräußerungssperre. Diese endet jeweils am 31. Dezember des Jahres, das dem Jahr des Aktienerwerbs folgt.
Im Jahr 2009 wurden im Rahmen des BayShare-Programms insgesamt 395.000 Aktien durch die Mitarbeiter erworben.
Aktienprogramme der Jahre 2000 – 2004
Die für die Jahre 2000 bis 2004 bestehenden Aktienprogramme basieren jeweils auf ähnlichen Grundstrukturen für die jeweilige Mitarbeitergruppe. Die entsprechenden Verpflichtungen werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert im Abschluss berücksichtigt. Der Anspruch auf Ausschüttungen aus diesen Programmen ist an die Bedingung geknüpft, dass die Bayer-Aktien über die Programmlaufzeit gehalten werden.
Die bis zum 31. Dezember 2004 ausgegebenen Programme sind in der folgenden Übersicht zusammengefasst:
| Aktienprogramme der Jahre 2000 – 2004 | [Tabelle 4.81] | ||
|---|---|---|---|
Aktien- Options- programm | Aktien- Incentive- programm | Aktien- Beteiligungs- programm | |
| Ausgabejahr | 2004 | 2000 – 2004 | 2000 – 2004 |
| Ursprüngliche Laufzeit in Jahren | 5 | 10 | 10 |
| Sperrfrist bzw. Zuteilungstermine ab Ausgabe in Jahren | 3 | 2/6/10 | 2/6/10 |
| Basiskurs | 0 | 0 | 0 |
| Performance-Kriterium | ja | ja | nein |
Aktien-Optionsprogramm AOP
Die bis 2004 angebotenen Aktien-Optionsprogramme für Mitglieder des Vorstands sowie für obere Führungskräfte waren jeweils auf eine Dauer von fünf Jahren ausgelegt, wobei einer dreijährigen Sperrfrist eine zweijährige Ausübungsperiode folgte. Mit Ende der Ausübungsfrist im August 2009 wurden die letzten Optionen aus dem Programm des Jahres 2004 ausgeübt; das Aktien-Optionsprogramm ist damit abgeschlossen. Das Recht, die Optionen auszuüben, sowie der finanzielle Betrag, der jedem einzelnen Teilnehmer bei Ausübung seiner Optionsrechte zustand, hingen von der absoluten Performance der Bayer-Aktie sowie ihrer relativen Entwicklung im Vergleich mit dem Aktienindex DOW Jones EURO STOXX 50 ab.
Zu Beginn einer jeden Programmtranche wurde in Abhängigkeit von der Position des jeweiligen Mitarbeiters individuell festgelegt, wie viele Aktien höchstens in das Programm eingebracht werden durften. Hierdurch wurde die Zahl der Optionen bestimmt. Beim Programm aus dem Jahr 2004 hatte jeder Teilnehmer bis zu drei Optionen pro eingebrachter Aktie erhalten; pro Option wurde nach Erreichen von Performance- und Outperformance-Zielen der Gegenwert einer Bayer-Aktie im Ausübungszeitpunkt und eine Outperformance-Prämie ausbezahlt.
Aktien-Incentiveprogramm AIP
Die Teilnehmer an den Aktien-Incentiveprogrammen erhalten zu definierten Zeitpunkten während der jeweils zehnjährigen Programmlaufzeit den Gegenwert einer bestimmten Anzahl von Bayer-Aktien. Für je zehn Aktien, die die Mitarbeiter als Eigeninvest in das Programm eingebracht haben, sind dies nach zwei Jahren zwei Aktien, nach sechs und zehn Jahren jeweils vier weitere Aktien. Die Bedingung für die Incentivierung ist, dass die Programmteilnehmer die eingebrachten Aktien am betreffenden Incentivierungszeitpunkt in einem hierfür eingerichteten Mitarbeiter-Depot halten und der seit Programmauflegung erzielte prozentuale Kursanstieg der Bayer-Aktie über dem des Aktienindex DOW Jones EURO STOXX 50 liegt. Anders als beim Aktien-Optionsprogramm können die durch die Mitarbeiter eingebrachten Aktien während der Programmlaufzeit verkauft werden, wobei die verkauften Aktien vom folgenden Incentivierungstermin an nicht mehr incentivierungsberechtigt sind. Die Zahl der Aktien, die vom einzelnen Mitarbeiter in das Programm eingebracht werden konnten, war wertmäßig auf die Hälfte seiner leistungsabhängigen Bonuszahlung für das jeweilige vorangegangene Geschäftsjahr begrenzt.
Aktien-Beteiligungsprogramm ABP (bis 2004)
Das bis einschließlich 2004 geltende Aktien-Beteiligungsprogramm entspricht in seiner Struktur dem Aktien-Incentiveprogramm, wobei sich die Incentivierung ausschließlich an der Haltedauer der als Eigeninvestment der Mitarbeiter in das Programm eingebrachten Bayer-Aktien orientiert. Die Incentivierungsleistung ist gegenüber dem Aktien-Incentiveprogramm halbiert. Nach zwei Jahren Haltedauer wird je zehn Aktien Eigeninvestment der Gegenwert einer Bayer-Aktie gewährt, nach sechs bzw. zehn Jahren der Gegenwert jeweils zwei weiterer Aktien.
26.7 Sonstige
Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Gewährleistungen, Produkthaftung, Entsorgungsverpflichtungen – sofern nicht als Rückstellung für Umweltschutz erfasst – Eventualverbindlichkeiten aus Akquisitionen sowie Rückstellungen für sonstige Verbindlichkeiten.
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