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Konzernlagebericht

4.1 Ertragslage Bayer-Konzern

Gewinn- und Verlustrechnung Bayer-Konzern (Kurzfassung)[Tabelle 3.15]
 20082009Veränderung
 in Mio €in Mio €in %
Umsatzerlöse32.91831.168-5,3
Herstellungskosten16.45615.135-8,0
Vertriebskosten8.1057.923-2,2
Forschungs- und Entwicklungskosten2.6532.7463,5
Allgemeine Verwaltungskosten1.6491.623-1,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge-511-735-43,8
EBIT (Operatives Ergebnis)3.5443.006-15,2
Finanzergebnis-1.188-1.1364,4
Ergebnis vor Ertragsteuern2.3561.870-20,6
Ertragsteuern-636-511-19,7
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortzuführendem Geschäft40
Ergebnis nach Steuern1.7241.359-21,2
davon auf andere Gesellschafter entfallend50
davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend (Konzernergebnis)1.7191.359-20,9
Der Umsatz des Bayer-Konzerns sank – insbesondere aufgrund des Umsatzeinbruchs bei MaterialScience in den ersten drei Quartalen des Jahres 2009 – gegenüber dem Vorjahr um 5,3 % bzw. 1.750 MIO € auf 31.168 MIO €. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte entspricht dies einem Rückgang von 5,7 %.
Die Herstellungskosten sanken um 8,0 % auf 15.135 MIO €. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die deutlich gesunkenen Herstellungskosten bei MaterialScience, die insbesondere aus den geringeren Absatzmengen sowie den im Jahresdurchschnitt niedrigeren Rohstoff- und Energiepreisen resultierten. Der Anteil der Herstellungskosten am Gesamtumsatz betrug 48,6 % (Vorjahr: 50,0 %). Unsere Vertriebskosten verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % auf 7.923 MIO €, was einem Vertriebskostenanteil von 25,4 % (Vorjahr: 24,6 %) entspricht. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung haben wir auch im Jahr 2009 erneut gesteigert. Sie wuchsen um 3,5 % auf 2.746 MIO €. Bezogen auf den Umsatz ergibt sich daraus eine Quote von 8,8 % (Vorjahr: 8,1 %). Die allgemeinen Verwaltungskosten konnten wir hingegen um 1,6 % auf 1.623 MIO € (Vorjahr: 1.649 MIO €) senken. Hierzu trugen u. a. Synergien aus der Schering-Integration sowie Maßnahmen im Rahmen unseres Restrukturierungsprogramms bei MaterialScience bei. Der negative Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen in Höhe von 735 MIO € resultierte im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der Integration von Schering, Restrukturierungen, Rechtsfällen, dem erhöhten Beitrag zum Pensionssicherungsverein sowie außerplanmäßigen Abwertungen.
Das EBIT des Jahres 2009 betrug 3.006 MIO € (Vorjahr: 3.544 MIO €). Bereinigt um Sondereinflüsse in Höhe von -766 MIO € (Vorjahr: -798 MIO €) sank das EBIT um 13,1 % auf 3.772 MIO € (Vorjahr: 4.342 MIO €).
Das Finanzergebnis verbesserte sich um 52 MIO € auf -1.136 MIO €. Darin waren u. a. ein deutlich verbessertes Zinsergebnis von -548 MIO € (Vorjahr: -702 MIO €), Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 436 MIO € (Vorjahr: 300 MIO €), ein Beteiligungsergebnis von -59 MIO € (Vorjahr: -70 MIO €) sowie ein Kursergebnis von -92 MIO € (Vorjahr: -79 MIO €) enthalten. Die Veränderung im Zinsergebnis ist u. a. auf den Abbau der Finanzverschuldung und gesunkene Zinssätze zurückzuführen. Der Anstieg des Zinsaufwandes im Zusammenhang mit Pensionen und sonstigen Rückstellungen beruht insbesondere auf einem Rückgang der Erträge aus dem Pensionsvermögen, die mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen saldiert ausgewiesen werden.
Für das Jahr 2009 haben wir einen Steueraufwand von 511 MIO € (Vorjahr: 636 MIO €) berücksichtigt. Das Ergebnis nach Steuern, das in diesem Jahr dem Konzernergebnis entspricht, lag bei 1.359 MIO €. Im Vorjahr haben wir ein Ergebnis aus dem nicht fortzuführenden Geschäft in Höhe von 4 MIO € und einen Anteil anderer Gesellschafter am Ergebnis in Höhe von 5 MIO € ausgewiesen, sodass für 2008 das Konzernergebnis 1.719 MIO € betrug.
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